Tag eins

 

…meiner hoffentlich fabulösen und erfolgreichen Selbsterfahrung als Bloggerin im WWW.

 

Noch ist das Dings hier “under construction” und so, wie ich mich kenne, wird das auch noch eine Weile so sein. Macht aber nix, denn der geneigte Blog-Konsument wird schnell vergessen, wie langweilig es hier im Augenblick noch ausschaut und sicher bald aus Versehen wieder hier landen.

Aussage des Tages von glitzerdrachen: ardua prima via est

In diesem Sinne-Eure Drachin! ;O)

 

 

 

 

Im Jahre 2005 a.t ( = ante triathlon)

 

 

Eigentlich fing alles an, als ich an diesem Morgen aufstand-Stop! Eigentlich dann doch nicht- denn eigentlich war ich schon seit dem Vortag unruhig, ich hatte nur noch keine genaue Idee, worin die Ursache dieser Unruhe liegen könnte. Schlecht geschlafen und dann mit dem falschen Fuß aus dem Bett- und in einem Anfall übernächtigten Wahnsinns auf die Waage gestiegen.

 

Fehler Nr. 1!

 

….denn mir blinkt eine Gewichtsstatistik entgegen, die NIEMALS stimmen kann…oder doch? Erste Zweifel machen sich breit. Okay, als Gegenmaßstab mal eben in den schwarzen Bikini vom Vorjahr gezwängt und vor den Panoramaspiegel im Flur gestellt.

 

Fehler Nr. 2!

 

SO geht das dieses Jahr aber nicht an den Otto-Maigler-See, neeeeee!!!

Die Erkenntnis traf mich wie ein Schlag in das vom Schlechtschlaf aufgequollene Gesicht. Wochenlang hatte ich mit einer unbewussten Fragestellung geplagt und nun, im unerbittlichen Morgensonnenlicht des tatsächlich zu beginnen drohenden Sommers offenbarte sich die Antwort:

 

WINTERSPECKALARM!!!

 

Im Schmuddelwetter der vergangenen Wochen hatte sich diese Tatsache unter einem gnädig kaschierenden Lagenlook verbergen lassen, doch nun presst sie sich unter schwarzem Badstoff ans enttarnende Tageslicht. Und das alles ohne Frühstückskaffee auf nüchternen Magen

 

Fehler Nr.3!

 

Also erstmal Ablenkungsmanöver starten, bevor das Ganze therapiebedürftig wird: raus aus dem Bikini des Grauens, Küchenradio an und unter dem Getöse der „Hallo-Wach“ Musik die beiden Stubentiger reinlassen, die von ihren nächtlichen Streifzügen erschöpft hereinspazieren und sich unter lautstarkem Geschnurre die Bäuche voll schlagen.

Während die Kaffeemaschine gluckert und auf einen baldigen Verkalkungstod hinweist, beobachte ich meine pelzigen Hausgenossen und beneide sie glühend um das stets passende und niemals im Taillenbereich zwackende Fellkleid. Ich beschließe, in meinem nächsten Leben Stubentiger zu werden.

 

 

Nach dem traumatischen Bikini-Erlebnis setzt sich eine unangenehme Erkenntnis in meinem Weibchenhirn fest.

Erstens: Die Waage hat wohl recht gehabt und zweitens: Bis zu meiner Wiedergeburt als Stubentiger sind noch etliche Badesaisons zu überstehen.

Diese Erkenntnis erfordert effektive Maßnahmen, um sich vor Demütigungen durch die Mitleidsblicke des Verkaufspersonals beim Anstehenden Badeanzugkauf zu bewahren, weil frau nach einer Größe Fragt, die leicht von den gängigen Konfektionsgrößen 34-42 in der DOB abweicht.

Stante pede rufe ich also den privaten Notstand aus und beschließe ein Einfuhrverbot für all die kalorienreichen Highlights, die weiland meine gemütlichen Lesearien auf der familieneigenen Couch erst so recht komplett gemacht hatten. Stattdessen gebe ich eine Losung aus: Weg mit dem Hüftgold und Hinein ins Mineralwassergestählte Sportfanatikerdasein.

Fehler Nr. 4!

Und genau in diesem Moment hätte mir schon klar sein müssen, dass nichts so anfällig für Frustrationen wie ein verzweifeltes Weibchen, dass als letzte Maßnahme dem gesellschaftlich akzeptierten Figurwahn frönt, um doch noch in den begehrten Tankini zu passen, bevor der Sommer schon wieder rum ist. Wie blind kann der Mensch sein, wenn schiere Verzweiflung ihn zum Handeln treibt- das wußten schon die großen Dichter.

 

Um die Sehnsucht nach dem obligatorischen Frühstück mit Buttercroissants vom Bäcker nebenan mittels einer konzentrierten Dosis körpereigener Endorphine im Keim zu ersticken, begebe ich statt unter die Dusche erst mal in meine (selten benutzten) Sportklamotten und mache mir zur ersten Trainingseinheit mit dem Rad Richtung Rhein auf den Weg. So früh wird ja wohl niemand unterwegs, um Zeuge meines Kampfes gegen den Winterspeck zu sein.

Fehler Nr. 5!

Ungeduscht und zerzaust begegne ich nicht nur den üblichen Morgens-Gassi-Gehern, die sich mit mehr oder weniger Hingabe dem Auslaufbedürfnis ihrer Vierbeiner widmen. Der Anblick frustriert dreinblickender Filou-Besitzer, die Ihren Schützling Rad fahrender- inlinescatender- oder joggender Weise hinter sich her schleifen, oder sich von selbigem hinterher schleifen lassen- je nach Sichtweise- wäre an und für sich schon ausreichend, um zu dem Schluss zu gelangen: Sich regen am Morgen bringt Kummer und Sorgen. Aber es kommt noch schlimmer. Ich begegne einer Spezies, die stets Gemische Gefühle in mir weckt.

 

Es gibt zwei Sorten dieser evolutionstechnisch auf dem Vormarsch befindlichen Spezies: Die Optimaten und den Fitness-Pöbel, auch Breitensportler genannt.

 

Die Optimaten zeichnen sich durch leistungsfähige, trainingsgedrillte Astralleiber aus, die sie durch ans Übermenschliche grenzende Selbstdisziplin instand halten. Sie betrieben jedwede Form der körperlichen Ertüchtigung dermaßen exzessiv( ohne dabei auszusehen, als ob sie das Wort Leistungsgrenze überhaupt kennen), dass einem schlecht werden könnte vor neid.

Locker und motiviert absolvieren sie die Pflicht, während die Kür darin besteht, in den diversen Designer-Workout-Outfits auch noch unverschämt gut auszusehen. Und genau diese souveräne Lässigkeit lässt diese Elite zum Neid- und Hassobjekt des Sport-Pöbels werden.

 

Die bedauernswerten Mitglieder der Breitensportklasse stechen ja meist in mehr oder weniger untrainierten sterblichen Hüllen, die nun naturgemäß mehr einer Presswurst ähneln, wenn man versucht sie in das heutzutage obligate Hight-Tec-Sportequipment zu pferchen. Diese Equipment ist nämlich nicht zuletzt deshalb weniger schweißtreibend, weil die zu seiner Herstellung verwendete Menge Stoff statistisch gesehen vernachlässigbar gering ist. Sprich: Die Dinger sind scheißeng, selbst wenn man sie in der eigentlich passenden Größe ersteht.

Da aber der durchschnittliche Sport-Populi mehr als ein paar PfündCHen zuviel mit auf Trainingstour nimmt, sind diese minimalistischen Tops und Tights nicht in der Lage, die produzierte Menge Schweiß auch nur annähernd zu absorbieren. Womit das Dilemma klar ist: Nicht nur, dass die quasi nicht-existente Fitness erst einmal eine Grundsteinlegung erfahren muss. Nein, der ambitionierte Möchtegernsportler muss sich auch noch im vollen Bewusstsein seines verschwitzten, angespeckten Äußeren der Zurkenntnisnahme durch eine breite Öffentlichkeit stellen.

Während die sportliche Überlegenheit der Bessertrainierten eine gewisse mitfühlende Gelassenheit mit sich bringt, äußert sich das Frustrationsgefühl der Trainingsanfänger drastischer.

Neben den Hartnäckigen, die der Überzeugung sind, es auf jeden Fall zu schaffen- und die anscheinend bar jeden Peinlichkeitsempfindens sind, gibt es noch die Sensibelchen. Einher mit der Konfrontation mit der eigenen Warmduscher-Konstitution geht die Erkenntnis, einen langen Weg der körperlichen Strapazen vor sich zu haben. Noch unter dem Einfluss der erbrachten ersten Trainingseinheit bricht das ohnehin nicht sehr ausgeprägte Ego zusammen und der ausgleichender Weise gut trainierte Geist ersinnt sogleich jede Menge Ausreden, um sich weitere Demütigungen zu ersparen. Sportverletzungen und Geschäftstermine sind da der Klassiker.

 

Ich bilde mir ein, zur ersten Gattung zu zählen und beiße mich energisch durch meinen ersten Trainingsmorgen….

Da guckst DU!

Nein was mußte ich mich beömmeln.

Da stellt sich dieser kleine alte Mann einfach hin und steckt den Eiterpickeln der Fernsehbranche mal so richtig tief den Finger in den aufgeblasenen Arsch…- und wenn die nicht gestorben sind, dann lächeln sie noch heute krampfhaft weiter.

 

Herr Reich-Ranicki war immer schon einer der wenigen Gründe für mich, die Glotze anzulassen. Nein, ich bilde mir nix darauf ein, mit dem Fernsehprogramm seit ca 1992 nix mehr anfangen zu können- also so ziemlich genau ab dem Zeitpunkt, als die Verprivatisierung anfing, ihre mittelfristigen Verblödungstentakel auch auf die öffentlich-rechtliche Fernsehlandschaft auszudehnen. Im Gegenteil, mit wachsender Hilflosigkeit programmierte ich meine Fernbedienung um, eine von diesen Ersatzkombidingens. Denn die alte war erstens kaputt, weil ich sie in meinem Frust über die volksverdummende Propagandascheiße mehrfach quer durchs Wohnzimmer gepfeffert hatte und zweitens mit den falschen Programmen belegt. Ja, ich bekenne mich zu den Arte-Guckern, Theater-Kanal-Kabarett-Fans und 3-Sat-Reportage-Gläubigen.

Mich interessieren die RTL-II-News nicht mehr, in denen zwar davon gesprochen wird, dass Paris Hilton sich ne Warze vom Arsch hat entfernen lassen, aber nicht im geringsten davon zu hören ist, dass wir ein Parlament haben, das von Lobbyisten gesagt bekommt, welche Gesetze gemacht werden. Eine Bundeskanzlerin, die uns weismachen will, sie sei im Widerstand gewesen- ALS HOCHSCHULABSOLVENTIN IN DER exDDR . Ha, Ha, Ha. Wo niemand darüber informiert wird, dass unsere Inflation nicht langsam schneller wird, sondern vom rapiden Schweinsgalopp befallen ist.

 

Es gibt jetzt Leute, die argumentieren: der Kritiker hat niemals einen Standpunkt außerhalb des Systems. Mag sein, aber wieso ist Selbst-kontrolle und –kritik denn belächelnswert? Die Show, die R.R. aus seinem Literarischen Quartett gemacht hat, die war wenigstens SEHENSWERT und LEHRREICH. Jetzt bekomme ich doch nur noch Alltagsreportagen über Möchtergern-Auswanderer präsentiert, die sich selbst mit ihrem deutlichen Fingerzeig auf Ignoranz und Dummheit der Protagonisten nicht selber aus den Einschaltquoten katapultieren.

 

 

Hallo? Wie kann ich als hochverschuldeter Quasi-Hartz-IV Empfänger, der noch nichtmal Deutsch unfallfrei geradeaus sprechen kann, geschweige denn die Landessprache des angestrebten Auswanderungs-wiewunderlandes erwarten, dass jetzt alles anders, von weniger Geld- und Zukunftssorgen geplagt aber mindestens genauso arschnachtragend rundumversorgt wie im Deutschen Wohlfahrtsstaat wird?? HÄ? Und wer glaubt so ne Scheiße?

Genau die gleichen Idioten, die von Angela Merkel sagen, sie mache gute Regierungsarbeit. (WAS macht sie denn? Außer ihre drei Knöpfe polieren?)

Und dann gibt es natürlich jene, die nicht ganz zu Unrecht behaupten, dass eine solche Anklage wie die von good old  errpunktminuserrpunkt elitär verbrämte Selbstgerechtigkeit sei. Mag sein, aber nur, weil jemand selbstbewusst den eigenen Anspruch an ein Mindestmaß an Allgemeinbildung AUCH IM FERNSEHEN vertritt, muss er ja nicht unrecht haben. Was, bitte ist so verkehrt an klassischer Bildung? Durch klassisches Fernsehprogramm, mit klassisch, handfest ausgebildeten Journalisten, die zwar nicht „embedded“ sind, dafür aber seriös? Was ist verkehrt daran, NICHT zu wissen, wer bei Didi Bohlen letztens in Tränen ausgebrochen ist, nur weil er/ sie/es jetzt DOCH kein Superstar wird? Meine Güte, wer ist Bundesfinanzminister? Nein, dass muss ich nicht wissen, welche Verräter in dem Parlament sitzen dessen Gesetzgebung die Altersvorsorge meiner Eltern verballert, was dazu führt, dass ich die dann später vor der „Altersarmut“ retten darf, obwohl mein Gehalt noch nicht mal reicht, um die Heizkosten abzudecken.

 

Das Rededuell…der Rest ist Schweigen, ansonsten sprengt’s das Zeilenlimit, dass sich jede Vernünftige Möchtergern-Bloggerin so setzt

 

In diesem Sinne: Rededuell aufzeichnen und in Abständen von 5 Jahren immer mal wieder anschauen

Eure Klugscheißdrachin

Kulturgut rölpsen oder: Neulich auf der Knutschcouch

Bevorzugt halte ich mich ja in der Nähe von Männchen auf, die die Nationalhymmne rölpsen können.

 

Jetzt gibt es natürlich Leute, die denken, dass ich einfach auf besoffene Heckenpenner stehe, die keinerlei Tischmanieren haben. Falsch. Ich stehe total auf Manieren, allerdings finde ich es äußerst erfrischend, wenn Leute gerade diese auch mal völlig außer Acht lassen können denn: das ist ein Zeichen von Entspanntheit.

 

Kennt Ihr dieses Gefühl: Man war lecker zusammen essen. Ihr habt euch nicht aufs Dekolltee gekleckert und die vegetarische Lasagne hat auch keine grünen Ekelreste zwischen den Zähnen hinterlassen, man ist nicht auf den teueren Highheels umgeknickt und das Make-Up hält auch, was die Werbung verspricht: der verräterische Pickelansatz von heute Morgen hat sich nicht weiterentwickelt und wird hervorragend kaschiert. Der Abend nimmt bei einem Kaffee einen netten Ausklang, sogar in dem engen Fummel kannst Du eine gute Figur im Sitzen aufm Sofa machen, ein Knutschanfang ist gemacht und dann- rutscht einem ein kleines Bäuerchen raus und es steht betretenes Schweigen. Er denkt wahrscheinlich: Boah, wer so abrölpst, der furzt bestimmt auch in der Badewanne (was in meinem Falle auch stimmt, allerdings nur, wenn ich alleine bade, genauso, wie ich mir beim Baden auch gerne mal ne Fluppe anmache, wenn ich keinen anderen damit belästige). Du selber denkst: Okay, verschissen, wie peinlich, ich hätte einfach nur `nen Salat essen und den Nachtisch weglassen sollen… aber mal ehrlich: Nur weil der Typ einigermaßen knuffig aussieht, jenseits der 35 und noch unverheiratet ist, soll ich auf ne Crème Brulée verzichten??? Geht ja schon mal gar nicht.

Erstens ist diese Köstlichkeit in meinem Futterbeutel super selten zu finden und ich nutze hemmungslos jede Gelegenheit, bei welcher ich dieses Gedicht von einem Nachtisch konsumieren kann, ohne vorher an der etwas kniffeligen Zubereitung beteiligt (und oftmals erfolglos) gewesen zu sein.

Zweitens kann sich jeder Mann, der sich mit mir an einen Tisch setzt schon mal darauf einstellen, dass ich ein absolut entspanntes Verhältnis zur Völlerei und den damit verbundenen Körperfunktionen wie besagtem Aufstoßen besitze- und da ich immer zu viel rede, gerade beim Essen, kommt das bei mir auch regelmäßig in diversen Phonstärken vor. ( das Reden und das Bäuern) Ich muss beruflich schon oft genug in Gesellschaft von Leuten essen, die selber das Salatbesteck nicht vom Fischmesser unterscheiden, geschweige denn „Espresso macchiato“ richtig aussprechen können, sich aber selber für dermaßen kultiviert halten, dass man noch nicht mal `nen Zahnstocher hinter vorgehaltener Hand in ihrer Gegenwart benutzen darf, um dem Tischnachbarn den Anblick von Überbleibseln der Vorspeise zwischen den teuren Jacket-Kronen zu ersparen.

Zurück zur Peinlichkeit….. während beide Seiten also krampfhaft nach einer Möglichkeit suchen, so zu tun, als ob kein Mensch das Bäuerchen mitbekommen hat, scheitert die große Liebe schon im Ansatz. Er nimmt es vielleicht noch nicht mal wirklich tragisch, ist aber unfähig, seiner von Gelassenheit geprägten Geisteshaltung Ausdruck zu verleihen- dafür ist er einfach zu sehr in den Konventionen unserer Gesellschaft gefangen, die zwar Werbeplakate mit Unterwäschemodels zulassen, denen man bis quasi ins Wohnzimmer gucken kann, aber Körperfunktionen total tabuisieren- vielleicht hat er aber auch einfach kein Rennie-räumt-den-Magen-auf dabei.

Sie bekommt natürlich genau mit, wie der Gesichtsausdruck des Gegenübers von schwärmerischer Hingabe über Erstaunen zur ratloser Ausdruckslosigkeit wechselt- und ist naturgemäß peinlich berührt aufgrund der oralen Inkontinenz einerseits und andererseits weil wegen: Jetzt hält er mich bestimmt für so ne  unmanierierte Thekenschlampe, die sich nicht zu benehmen weiß.

 

HA! Als ob das schon mal `nen Kerl davon abgehalten hätte, sich mit einer Frau zu amüsieren. Problematisch ist allerdings nur die Antwort auf die Frage: Hat es `nen Kerl auch schon mal davon abgehalten, die betreffende Thekenschlampe seiner Mutter vorzustellen?

 

Meine Antwort auf die Frage: Erstens interessiert es mich nicht die Bohne, ob ich bei Mama antanzen darf oder nicht- zumindest nicht beim ersten Date. Das wird erst dann  interessant, wenn ich anfange, den Typen cool zu finden.

Und das fängt erst dann an, wenn er zweitens eben nicht davon quatscht, dass er sonntags immer bei seiner Mama essen fährt (wir erinnern uns: Mitte Dreißig und unverheiratet) und ob ich nicht mal Lust hätte mit zu fahren. Mal abgesehen von meiner ausufernden Berufstätigkeit, die mich auch wochenends ganz schön in Beschlag nimmt habe in meiner Freizeit BESTIMMT was Besseres mit dem Knaben vor, als händchenhaltend im elterlichen Speisezimmer zu sitzen und unter die Lupe genommen zu werden. Weil, und jetzt komme ich eigentlich erst zum ZWEITENS:

 

Wieso soll ich mich von Anfang an verbiegen, wenn ich feste Absichten habe? Merke: Es ist schweinleicht, bei `ner einmaligen Fummelgelegenheit `nen schlanken Fuß zu machen, im Alltag kommen aber alle Schwächen raus- also besser gleich Karten ( in diesem Falle: Bäuerchen)auf den Tisch und riskieren, dass man bis zur großen Alles-Schlampen-Ausser-Mutti-Hürde gar nicht erst vordringt.

 

Back to: Das Sterben einer großen Liebe…. Aus dem Vorangeschriebenen wird klar: die Autorin kennt derlei Situationen. Und ich weiß nicht, wie oft ich an den Gott der für plötzlich im Boden auftauschende Verschwindelöcher zuständig ist flehentliche Gebete gerichtet habe- Fakt ist: Mit dem Gott, der für das Ressort „ Zielsicheres Auffinden von Fettnäpfchen“ verantwortlich ist, pflege ich wesentlich bessere diplomatische Beziehungen. Da also mit Opfergaben an ein unzuverlässiges Pantheon von Alltagsgöttern nix zu reißen ist ( auch mit dem Gott der kleinen, zerbrechlichen Technikdinge und der Göttin für Stresstage ohne Augenringe komme ich zu keiner kultischen Übereinstimmung, um nur mal ein paar Beispiele zu nennen), habe ich mich auf eine andere Taktik verlegt. In eingangs umschriebener eindeutig brisanten Situation pflege ich mich stets zurück zu legen und auffordern zu sagen „Und jetzt kommst Du“.

 

Und das liegt an dem Schlüsselerlebnis schlechthin: Die wahrhaft große Liebe meines Lebens hat nämlich folgendermaßen reagiert: „Haste mal ne Cola?“- Klar hatte ich eine. In meinem Kühlschrank befindet sich stets ein Notfallkit: Cola Light und  ein Packung Kinderriegel. Cola serviert, beim Ex-und-Hopp den auf und ab wippenden Adamsapfel bewundert (steh ich total drauf, genau wie auf große Nasen) und dann: Den Anfang der Französischen Nationalhymne (Mit Text) gerölpst. Gibt es was Kultivierteres als ein gebauchhustetes:  

 

Allons enfants de la Patrie
Le jour de gloire est arrivé

 

Was soll ich noch weiter sagen….. wenn Ihr einen Heiratsantrag bekommt, dann stellt vor Eurer Antwort die Frage: Sag mal, in wie viel Sprachen kannst Du Nationalhymmnen rölpsen?

 

In diesem Sinne

 

Serviert `ne Cola und wartet, was passiert ;O)

Eure Spleendrachin

Wölfe im Schafspelz oder: Neulich in der Arztpraxis

Die Menschen, die mich im Real Life kennen wissen, dass ich einen ausgeprägten Bewegungsdrang habe. Manche belegen mein Trainingspensum mit Attributen wie „abartig“, „zwanghaft“  oder einfach nur „bekloppt“.

 

Meine wahren Freunde erkenne ich daran, dass sie auf meine Trainings- und Ruhezeiten Rücksicht nehmen. Also nicht nach 21 Uhr abends anrufen es sei denn, sie bluten aus dem Kopf, weil sie wissen, dass ich aufgrund der Tatsache, dass ich jeden Morgen von 4.30 bis 6 Uhr joggen gehe eine so genannte “frühe Fliege” bin. Wenn ich sage, ich bin mal eben mit dem Rad unterwegs, dann wissen sie, dass sie vor zwei Stunden mit mir nicht zu rechnen haben. Wenn ich sage, ich schaue während der Trainingsrunde mal vorbei, dann bekomme ich ne Dusche, nen Kaffee und was zu Essen angeboten, werde verpflegt wie ein Olympionike und es wird extra sportlertaugliches Futti in den Kühlschrank gepackt, obwohl man sonst eher ein Ernährungsjunkie ist.

 

Es gibt sogar Kollegen, die extra einen Vorrat an meinem Lieblingsdope in der Schublade haben: Gummibärchen.

 

Es ist also weithin bekannt, dass Frau Streakrundrachin ein sehr gesundes Leben führt und mir ist sehr wohl bewusst, dass das nicht bei jedermann auf Verständnis stößt. Ist ja auch anstrengend, sich ständig in Rechtfertigungszwang gebracht zu fühlen, warum man selber nicht ein Bruchteil so sportlich ist- dabei ist mir das scheißegal, wie viel sich meine Mitmenschen bewegen- solange ich da Gummibärchen und Haferkekse bekomme. Und so lange es nicht mein Spielwiesenpartner ist, der beim Sex ungefähr soviel Lebhaftigkeit aufbringt, wie ein Faultier bei der Fellpflege. Was das betrifft, kann ich jedoch nicht klagen sondern genieße und schweige.

 

Aber der Mensch und sein schlechtes Gewissen- wie erfolgreich man an es appellieren kann zeigt ja alleine die Erfolgsgeschichte der katholischen Kirche. 

 

Umso erstaunter reagiert mein persönliches Umfeld nun auf die Tatsache, dass es mir in letzter Zeit körperlich nicht mehr so einwandfrei geht. Ein diffuser Schwindel gepaart mit Dauerfrostempfindung. Und die Mediziner rätseln.

 

Isses das Herz? Nein, der Kardiologe freut sich doof über die Ästhetik, die das gleichmäßige Wummern der Wundermaschine verströmt. Und so fein austrainiert, herrlich.

 

Isses das Lungenvolumen? Nein, alle Röntgenbilder und Respirationstests belegen: Ausdauersport erweitert das Lungenvolumen ungemein, selbst wenn es sich bei der Probandin um eine Genussraucherin handelt.

 

Isses die Wirbelsäule? Nö, der Orthodoc hat nach lustvollem Hin- und Hergezurre an meinem Astralleib, bei dem ich mir wie ein junges Kätzchen im Maul der Mutter geschüttelt vorkam festgestellt, dass ich extrem beweglich und in keinster Weise skelettgeschädigt bin.

 

So mache ich also die Runde durch Bonns schönste Wartezimmer und begegne Unmengen von Leuten. Da wären zunächst die Praxishelferinnen. Meine quasi-repräsentaiven Studien haben zu folgender Erkenntnis geführt: Wenn auf dem Schildchen auf der rechten oder linken Brusttasche des unleugbar sexy-kurzen, meist aber auch bedauerlich unsexy SPACK sitzenden Flitzkittels unter dem Vor- und Zunamen nicht „Krankenschwester“ steht, ist Vorsicht angesagt.

 

Staatlich geprüfte Krankenschwestern sind nicht nur Kummer gewohnt, was schlechte Bezahlung und unmögliche Arbeitsbedingungen betrifft, nein sie sind auch noch mit einem meist genetisch verankerten Helfersyndrom ausgestattet. Diese Kombination aus Konditionierung und Determination ermöglicht es diesen bewunderswerten Gschöpfen, selbst bei größtem Notfallpatientenandrang und schlechtest gelaunten Praxis-Alpha-Tierchen eine strahlende, mütterlich- zugewandet Aufmerksamkeit zu verströmen, an der sich so mancher überbezahlte Oberkellner beim Lieblings-Franzosen ein Beispiel nehmen könnte. Da wird einer alten Dame ein Taxi bestellt, ein Inkontinenzbächlein unter beruhigend-raunemdem Gemurmel diskret beseitigt und gleichzeitig die Bleischürze fürs Röntgen liebevoll vorgewärmt. Zusätzliche Stühle werden ins bereits überfüllte Wartezimmer geschleift und Malstifte an die mitgebrachen ungeduldigen Kleinen verteilt, die gar nicht verstehen, wieso Mama denn jetzt hier zu den ollen Leuten, die so komisch schnaufen und nach Kölnisch Wasser stinken gehen muss, nur weil sie seit ca. drei Stunden aus dem Daumen blutet.

Das machen die mit dem Namensschild-Zusatz.

 

Die Ohne….also meist erübrigt sich für den erfahrenen Praxisgänger ja schon der suchende Blick auf das Namensschild. Die Profis unter den Akutpatienten wissen, dass man an gefurchter Stirne, verächtlich herabgezogenen Mundwinkeln und dem Blick, der einem das Gefühl gibt, etwas Schleimiges, Unappetitliches zu sein, das bestenfalls im Komposthaufen wohnen darf schon DIE ANDEREN erkennt.

 

Die, die eigentlich Besseres zu tun hätten. Die eigentlich Mediziner hatten werden wollen und nun in der Sprechstundenhilfen-Vorhölle schmoren müssen, weil sie den NC nicht geschafft haben. Und die dann nicht nur zum dumm waren, sondern auch noch zu hässlich, um wenigstens FRAU Doktor nach klassischer Fangeisen-Methode zu werden: Wer seinen Doktor nicht bis spätestens 30 geheiratet hat, der muss ihn selber machen….

Da wird dann im Kasernenhofton nach Art und Weise der Beschwerde gefragt, und selbst eine perforierte Halsschlagader ist für diese Damen nur Auslöser für ein beiseiteschiebendes Achselzucken und die Bemerkung: „Wissen Sie, ein Küchenhandtuch drauf hätte es auch getan.“

 Nee, ist klar: Wenn ich gerade drei Liter Blut pro Minute verliere achte ich auch drauf, nur JA keine Flecken auf irgendjemandes Carara-Marmorboden zu machen….

Oder besagte alte Dame, die gerade froh ist, mit Ihrer Arthritis die Jackenknöpfe zu zu bekommen wird dann erstmal ne halbe Stunde vor der Anmeldung stehen gelassen bevor ruppich gefragt wird „ Iss noch was?“, worauf das maximal ein Meter fuffzich hohe Ömchen zaghaft nach der Möglichkeit fragt, ihr ein Taxi zu bestellen. „Seh ich aus wie die Renate von der Taxizentrale oder was? Gehen se ma runter, um die Ecke am Bahnhof ist ein Taxistand“- womit der Bahnhof AM ANDEREN Ende der Fußgängerzone gemeint, in welcher sich die Wunderpraxis in 1a-Lage und superchromschwingsessel-computertumo-graphisch-hyperstylisch ausgestatet befindet.

 

Mal abgesehen davon, dass ich mich da frage, wie die zivilisationsentfremdete Mittachzigerin sich Ihren Weg aus dem Labyrinth des Ärztehauses hinaus finden, geschweige denn heil den knapp zwei Kilometer langen Marsch hinter sich bringen soll, ohne unterwegs von den Beinen gerissen zu werden und irgendwo in einer finsteren Ecke an den Folgen eines Oberschenkelhalsbruches zu verenden.

 

Von etwaigen Malheuren, wie sich Notfallpatienten nun mal gerne passieren, und die den Verursachenden Opfern meist unerträglicher Schmerzen mehr als peinlich sind, will ich erst gar nicht reden. „Nein, wir haben keine Einwegwaschlappen, mit denen Sie sich sauber machen können, warum? Ach sie haben einen schweren Magen-Darm-Infekt und in die Hose geschissen…HABEN SIE SICH ETWA SCHON INS WARTEZIMMER GESETZT? DIE SESSEL SIND NEU!“

 

Es gibt halt solche und solche und ich danke meinem Schöpfer dafür, dass mir Notfallaktionen bei Ärzten weitestgehend erspart bleiben und selbst wenn, dass ich dann immer das Glück habe, das Praxisteam meines Vertrauens anpeilen zu können. Die Mädels bei meinem Internisten sind alle toppifitti und superfreundlich und dazu noch mit professionellem Geschick und ausgezeichneten Manieren ausgestattet. Wird vermutlich an der übertariflichen Bezahlung und der familiären Arbeitsatmosphäre liegen, die sich eine auf Stückzahlen ausgelegte Radiologengemeinschaftspraxis so nicht leisten kann.

 

Hat man dann also die erste personifizierte Hürde des Arztbesuchs nebst Versichertenkarte-dabei- und 10-Euro-Quartals-Obulus-passend-haben geschafft kommt die nächste Herausforderung: Die Co-Patienten.

 

Und die sind alle krank. Und entweder im hohen Rentenalter und wundern sich, warum ihnen dat Kniegelenk weh tut. Hallooooo?!? Welches Verschleißteil am Auto hält 80 Jahre bei miserabler Pflege ohne zu mucken???

Oder sie sind in meinem Alter und wundern sich, dass sie mit 30 Kilo Übergewicht im Gepäck Fußschmerzen haben. Hömma, ich kenn Fahrradanhänger, die krachen bei der ersten Benutzung zusammen, ohne dass die Maximallast erreicht wurde. Okay, wat nix kost dat iss auch nix, aber unseren Körper haben wir ja nun mal umsonst bekommen, und dafür hält so ein menschlicher Organismus doch echt was aus, will ich meinen. 

 

Mal abgesehen davon, dass ich wirklich erschrocken darüber bin, wie viele Menschen so in Arztpraxen unterwegs sind- ich mein, wer bedient inzwischen die Fließbänder bei Ford oder die Kunden in der Deutschen Bank?- ist es noch viel schlimmer zu sehen, wie scheiße drauf die auch noch alle sind. Da hält die Arthrosepatientin der Bandscheibengeschädigten Häkchen, um als erste an die Sprechstundenhilfe dran zu kommen. Da kommen die Notfallpatienten ganz steil aus der Kurve und beschimpfen mich ordnungsgemäß avisierte Schädel-CT als Privatpatientin (was gelogen und einfach nur sozialneidisch is. Ich komm so früh dran, weil ich ja auch vorher angerufen und nach FREIEN Terminen gefragt und auf meine Berufstätigkeit hingewiesen habe). Da wirst Du pseudo-tuberkulös angehustet, damit die Omma den Sitzplatz direkt am Zeitungstisch bekommt, ohne fragen zu müssen- mir als Wartezimmer-Strickerin ist da eh egal, wat in GALA oder BUNTE steht. Ich hab mein Wollknäuel, ziehe mich in eine Ecke zurück und lausche via iPod meinen Hörbüchern, damit ich nicht hilflos ausgeliefert Elkes Leidensgeschichte von der ersten Schwangerschaftswoche bis zum Dammschnitt bei der Hausgeburt über mich ergehen lassen muss.

Ich mein, wer mein Geschreibsel hier nicht lesen mag, der klickt es einfach weg- manchmal sehne ich mich im Wartezimmer auch nach einer überdimensionierten PC-Maus…. 

 

Das allerschlimmste ist jedoch die Phantasie von Medizinern, die diese entwickeln können, wenn die gängigen Diagnoseverdachtsmomente nicht zutreffen. Da fangen die Jungs und Mädels frei nach dem Motto zu handeln: Es gibt keine gesunden Menschen- nur welche, die noch nicht gründlich genug untersucht wurden. 

 

Aber ich beschwer mich ja gar nicht. Erstens tut das der geschundenen Kassen-patientenseele ja auch mal gut, wenn man als persona grata behandelt wird, obwohl nur AOK auf dem Kärtchen steht. Und zweitens: Meine KV-Beiträge hab ich schon längst wieder alle rein geholt- muss sich doch lohnen, der Scheiß! 

 

In diesem Sinne: Medicus curat, natura sanat  

Eure Hypochonderdrachin

Die ganz Harten aus’m Vorgarten

 

Die Heizung bleibt hier noch aus, ich weigere mich, sie vor  Ende Oktober anzuwerfen.

 

Grundsätzlich bin ich in derlei Dingen altmodisch und es ist seit jeher gute Familientradition, lieber eine beidseitige Lungenentzündung als den Ruf eines klimatischen Weicheis zu riskieren. Immerhin bin ich da mit meinem ererbten Größenwahn in feiner Gesellschaft ( fein: auslegungsfähig, auslegungsbedürftig), denn immerhin gibt es ja auch renommierte BT-Hinterbänkler, die lauthals in zufällig in ihre Richtung weisende Mikrofone zum Thema „Energiepreisexplosion” posaunen, dass das bundesdeutsche Wahlvieh sich locker daran gewöhnen wird können, bei 16 Grad Celsius im Wohnzimmer den Arbeitstag zu beenden.


Nee iss klar. A-tens hat so ne Zitterpartie vor der heimischen Glotze ja unglaubliche Wellnesseffekte: Die permanente Vibration simuliert einen leichten Dauermassagezustand welcher, gepaart mit den untertourigen Raumtemperaturen eine Straffung des Bindegewebes mit bringt- mal abgesehen von dem erhöhten Kalorienverbrauch aufgrund des notwendig gewordenen Temperaturausgleichs, zu dem der Körper ununterbrochen gezwungen wird. Dadurch wird dann wunderbar die drohende Fettleibigkeit abgewehrt, die durch die Billig-Fraß-Ernährung  (welche aufgrund des stetig  geringer werdenden verfügbaren Einkommens, resultierend aus überhöhten Energiepreisen immer weiter in bundesdeutschen Haushalten um sich greift) wie ein Damoklesschwert über den ach so notwendigen Steuerzahlern hängt. Das ist doch Body-Shaping in Reinkultur- und spart auch noch Penunsen!!!!


B-tens ist das Fernsehprogramm eh so scheiße, dass man sich das eigentlich sowieso sparen kann und somit auch nicht im arschkalten Wohnzimmer vor sich hin bibbern muss. Nee, man könnte ja auch  noch was fürs Bruttosozialprodukt tun und als Hilfskraft im Nachtdienst bei der Deutschen Bahn für 4 Euro die Stunde die Sitzbänke polieren.

Erstens steigt dann das statistische Bruttoeinkommen pro Kopf- wobei nach statistisch dann noch das Attribut vernachlässigbar kommen sollte, denn von den zwei Euronen krieg ich maximal nen Cheeseburger gekauft, mit dem sich dann aber wenigstens wieder 10 Minuten länger vor der Glotze zittern lässt- dat Zeuchs hat nämlich mächtig viel Fett und Kohlehydrate.

Zweitens kommt die Bahn dann endlich von ihrem Schmuddelimage wegen verdreckter Züge UND den hohen Personalkosten runter- was wiederum den Börsengang begünstigt, ein Umstand der seinerseits die Wahrscheinlichkeit senkt, dass bei einem Scheitern desselben der Steuerzahler als graue Masse (welche Farbe hat eigentlich Hirnmasse? Und hat der Steuerzahler in den Augen besagten BT-Hämoridenpflegers überhaupt welche, so rein statistisch gesehen?) zur Abwendung eines börsentechnischen Fiaskos noch mal zur Kasse gebeten wird und zwar in Form von Staatsbürgschaften und irgendwelchen Steuerbegünstigungen dieser Eisenbahnerwunderwelt, die eigentlich nur verdeckte Subventionen für ein PRIVAT-UNTERNEHMEN sind, das mit STEUERMITTELN gegründet wurde.


Wie gesagt, es gibt tatsächlich Leute, die dafür bezahlt werden, sich derlei Äußerungen auf die berechtigt verzweifelte Frage „ Wie soll der durchschnittliche Alleinverdiener kommendes Frühjahr die Heizkostennachzahlung bewältigen, wenn die Heizölpreise um bis zu 60% steigen und man keine Schmiergelder von Ölkonzernen oder börsengehenden Staatsbetrieben erhält?”


Ich werd nicht dafür bezahlt dass ich verkürzte Heizperioden argumentatorisch rechtfertige, aber ich bin auch nicht schlau, sondern nur traditionsbewusst und frier mir den Arsch vorm PC ab, weil dat halt schon bei meinen Eltern galt: Vor Allerheiligen wird die Heizung nicht angemacht.


Darüber hinaus kotzt es mich total an, dass man, sobald man die Heizung anwirft um so mehr friert und auch noch Gefahr läuft, sein Immunsystem derart zu verwirren, dass man schon Ende September mit einer Erkältung herum läuft, die man Legitimerweise eigentlich erst in den ECHTEN Wintermonaten haben dürfte.


Nehmt also die Heizkostensparerei als Herausforderung an Euer Immunsystem an und lebt nach dem Motto: Zittern für die Gesundheit!





Handbücher lesen nur Warmduscher…. oder als neulich nix mehr ging

Es ist ja nicht immer meine Schuld. Ja gut, manchmal provoziere ich Unglücke dieser Art durch mein stetes Eilighaben, Schnellerredenalsdenken oder schlicht und ergreifend durch die mir eigene Abneigung, mich nicht mit etwas so Profanem wie etwa Manuals abzugeben.

 

Ich kenne Menschen, genauer gesagt Männer, die mit den Dingern ins Büro, aufs Klo und sogar ins Bett gehen, sie auswendig lernen (bemerkenswert vor diesem Hintergrund ist, dass das Behalten von drei Dingen, die sie aus dem örtlichen Supermarkt mitbringen sollen normalerweise schon den temporären Arbeitsspeicher überfordert…). Ich bin da eher anders.

 

Ich kaufe mir was. Klein, schnuckelig, irgendwie technisch, von dem ich mir erhoffe, dass es mein Leben in irgendeiner Form einfacher macht. Die Errungenschaften der Mikrochipindustrie haben dazu geführt, das diese Gadgets so handlich sind, dass sie tatsächlich in die handelsübliche Handtasche passen- bis einem der Verkäufer dann einen bibelartigen Wälzer auf die Ladentheke hieft und keuchend daran erinnert, dass man doch bitte das Manual nicht vergessen und daran denken möge, dass die Händlergarantie nur bei sachgemäßer Bedienung gelte. Hallooo?

Die Aufbauanleitung meiner Bücherschrankwand hatte mal gerade zwei Seiten pro Schrank, und die waren noch nicht mal mit Buchstaben, sondern mit Montagezeichnungen. Jetzt habe ich ein Handy, dessen Manual selbst dann mindestens so lang wie das neue Testament ist, wenn ich die Übersetzungen in mir unverständliche Sprachen wie Kisuaheli oder Altarabisch rausreiße!

 

Mal abgesehen davon, dass mich eigentlich nur der Teil interessiert, der mir vermittelt, wie ich mit dem Ding telefonieren und SMS verschicken kann, wundere ich mich, dass es so schwer sein soll, an dem Ding die richtige Taste zu finden, mit der man die Dreitrilliarden-Pixel-Handy-Cyber-Hyperhyper-Digital-Autofocusundwennnichtdannselbstzerstörungssequenz-Kamera auslöst. Getrost lasse ich also diesen unhandlichen Folianten im Laden zurück, verweise auf meinen Unwillen, mir a-tens Löcher in die Handtasche und b-tens Berge von Altpapier aufs Auge drücken zu lassen und entschwinde mit dem Hinweis, dass ich c-tens ja den Online-Support in Anspruch nehmen könne.

 

 Da konnte ich noch nicht wissen, dass ich mir bei der In-stallation der Synchronisierungs-Software, die ein Abstimmen von Outlook und Mobile ermöglichen den Rechner zerschießen und somit total unfähig sein würde, überhaupt online zu gehen. Shit happens.

 

Naja, Frau Glitzerdrachen verfügt ja über einen veritablen Pool an eifrigen Technik-Freaks die den lieben langen Tag nix besseres zu tun haben, als Riesenechsen am Rande des Wahnsinns beim Einrichten ihres Mobilassistenten zu helfen.

Handy läuft, PC läuft, alles Systeme auf normal – was liegt also näher, als liebe Menschen mit herzlichen SMS vom eigenen Ge-mütszustand ob der Freude über die neue technische Errungen-schaft mitzuteilen? Nur mal so zum testen halt.

 

Ich tippe und tippe aufs allerherzigste- die Nummern sind ja via Dingenskirchenassisstent  einwandfrei von einem Kartenspeicher in den anderen geflossen. Aber komisch: Keine Reaktion. Kein Schwein essemesst zurück. Was ist los? Ist ne Photonenbombe gefallen und ich hab es nicht gemerkt? Also rufe ich wutschna-ubend meine beste Freundin an, die sich bass erstaunt und dennoch erfreut zeigt, endlich von mir zu hören- hat sie doch schon seit Stunden versucht, mich unter meiner Handynummer zu erreichen. Nein, essemesses hat sie keine von mir bekommen und mich beschleicht aus diversen Gründen ein flaues Gefühl.

Erstens ist mir klar, dass ich das Problem des Nicht-erreichbar-seins auch durch stundenlanges Wälzen des nicht mitge-nommenen Handy-Manuals nicht werde lösen können, denn Beste Freundin hat es auch immer parallel auf dem Festnetz versucht. Was wiederum darauf hin deutet, dass was mit dem Phoneboard nicht stimmt- dessen Manual ich immer nur in den Händen des ein oder anderen Mitglieds meines privaten Support-beauftragten-Pools gesehen habe.

 

Sowas lese ich nicht, ich schone  mein Augenlicht lieber für die Aufdrucke auf den Außenverpackungen sündhaft teurer Hautcremes und ähnlich sensibler Produkte, deren Wirksamkeit durch hundertmaliges Lesen der Auftrage-Anleitung um ein Vielfaches gesteigert wird.

 

Zweitens befürchte ich jetzt, dass der installierte Wofürauch-immerassi die Nummern falsch zugeordnet und mein assigesteuertes Mobile demzufolge die Dinger falsch verschickt hat. Was mich zu der fieberhaften Überlegung treibt, welche Intima ich nebensatzmäßig so in die Welt ge-essemesst habe. Ich neige dazu – ist irgendwie ne Form von geistigem Durchfall, der mich regelmäßig befällt.

 

Drittens hoffe ich INSTÄNDIG, dass der Abenteuerassi nicht noch eine Fehlfunktion etwa in der Bandbreite hat, dass mein Mobile nicht nur piept, wenn  ich digitalen Posteingang habe, sondern dass es auch noch munter sämtlichen unbekannten Anrufern meine Mailaddi mitteilt!!! Man stelle sich vor, was das für eine Werbe-Scheiß-Interessiertmichehnicht-Mailschwemme zur Folge hätte. Ist ja schon so schlimm genug, nicht umsonst klicke ich immer sämtliche Häkchen an so Sätzen wie „ Ja, ich möchte regelmäßig über die tolle Scheiße in Tüten informiert werden, die sich ihre überbezahlten Produkdesigner regelmäßig aus dem Hirn wichsen“ weg.

 

Naja, Frau Technikdrachin macht sich also im strömenden Regen via Fahrrad (nein, nicht das Rennrad, schließlich handelt es sich um einen Schwerlasttransport) auf zum Mobilfunkpunkt und verschafft dem unterernährten Verkaufsmännchen den Höhepunkt des Tages, indem sie mit bezaubernd zerknirschtem Gesichtsausdruck fragt, ob sie das Manual  wohl doch haben könnte. Mr. Magenta-Schlipsträger entblödet sich dann auch nicht zu fragen, obs noch eine Tüte drumrum sein solle oder ob es auch „so mitgeht“. Was Frau Zickendrachin zu einem zähnefletschenden „ Nein, ich denke, die Bedienungsanleitung geht wohl freiwillig mit“ verleitet. Der Affenarsch versteht meine Anspielung auf seinen merkwürdigen Sprachgebrauch nicht, glotzt dämlich aus dem schlecht sitzenden Anzug und wendet sich dann einem beflissen dreinblickenden neuen Kundenopfer zu, bei dem er garantiert nicht nur EIN Manual los wird- ist ja ein männlicher Kunde.

 

Endlich komme ich dann völlig durchnässt und am Ende meiner Nerven in meiner Drachenhöhle an, wo schon besagter Handbuch-Beauftragter dafür sorgt, dass wenigstens das Festnetz wieder funktioniert. Er deutet auf das noch auf dem Wohnzimmertisch liegende neue Handy und meint, dass das die ganze Zeit gebrummt habe, will heißen, entweder haben Leute angerufen oder Kurznachrichten sind eingetroffen.

 

Kurzer Check: Kurznachrichten UND Anrufe  in Abwesenheit, Fazit: Alle SMS sind richtig aber zeitverzögert angekommen, weil der Server down war, über den ich gesendet habe. Alle SMS? Nein, nicht alle. Eine falsche Nummer war dabei, aber die war von Anfang an ein Zahlendreher und meiner eingangs erwähnten Ungeduld geschuldet.

 

Die ist dann aber an ein besonders charmantes Exemplar von Handybesitzer gegangen, der sich eifrig für die Information bedankt, dass ich, eine ihm völlig Unbekannte sich gerade den Arsch blau freue, weil ich ein neues Handy habe, das geiler als jeder Vibrator ist. Und weil er diese Information so erquickend findet, spricht er mir gleich auch noch mal auf die eigentlich nicht eingerichtete, aber dennoch anspringende Mailbox und fragt höflich nach, ob ich in meiner Freude ob meines neuen Spielzeugs vielleicht auch noch Interesse an seinem Spielzeug hätte und ob man das nicht bei einem Kaffe diskutieren könne- er sei heute ab 17 Uhr im Café Einstein in der Innenstadt.

 

Ein kurzer Blick auf die Uhr, ein Griff in Richtung Manual-Beauftragter, der sich schon gierig über den Neuzugang meiner Bibliothek der nie gelesenen Bedienungsanleitungen hermacht und plötzlich weiß ich, warum Gott the fucking manual erfunden hat: Sind die Dinger nur umfangreich genug, eigenen sie sich hervorragend als stumpfe Waffe! „ Ich bin mal kurz im Café Einstein, bin gleich wieder da“ flöte ich meinem traurig dem entschwindenden Handbuch nachschauenden Kleindruckjunkie zu….

In diesem Sinne: Nulla fere causa est, in qua non femina litem moverit

 

Eure Glitzerdrachin

Was frau so braucht

Mal ehrlich:  Nicht jede hat ihn, aber jede will ihn- den Lieblingsadmin. Das ist der Typ, der sich mit allen PC-Wehweh-chen auskennt, sie analysiert, erkennt und neukalibriert.

 

Der Gott der kleinen Dinge im wahrsten Sinne des Wortes. Der Bits und Bytes. Frau Lästerdrachen frotzelt auch gerne: Der Gott der der Nullen…und Einsen. Er kommt, sitzt zwei Minuten vor der Kiste, grunzt männlich-dominant-einsilbig nach nem Kaffee und innerhalb einer Viertelstunde ist die CPU-Auslastung wieder da, wo wir sie haben wollen, funzt das I-net und und die DSL-Telefonie als sei nie was gewesen.

 

Und das Beste an der Sache: Entweder, er macht dann noch hervorragenden Dankeschön-Sex von dem beide was haben trollt sich dann wieder in SEINE Wohnhöhle vor SEINE Kiste und lässt uns glückselig neue Spitzzüngigkeiten von europäischer Tragweite in unsere Web-Blogs tipseln, den Singel-Chat für intellektuell und sexuell aktive Thirty-somewhats genießen oder einfach nur die Bilder von der letzten Weibertour nach Ibiza pC-technisch verromantisieren.

Oder er macht keinen Sex, repariert aber- wo er schon mal da ist- auch gleich den kaputten Radiowecker, der gestern Morgen leider Opfer eines Weitwurfversuches der morgenmuffeligen Art wurde. UND TROLLT SICH DANACH.

 

Der 24/7- Admin, dem es nie zu spät, zu kalt zu weit oder schlicht zu lästig ist, irgendwelche Trojaner, Würmer oder sonstiges Ungeziefer von der Festplatte zu klauben. Dessen Belohnungsspektrum zwischen Kaffeetasse und Nasszellensex  dümpelt. Von dem wir nicht verlangen uns zu verstehen, sondern nur unseren PC. Der deshalb glücklich und bescheiden bleibt, pflegeleicht geht und immer wieder gerne kommt ( in more than one way). Den wir aufgrund seiner Nichtexistenz als Alltags-Couchanwärmer idealisieren, dem wir quasi magische Fähigkeiten andichten können. Er kommt ja nie in die Verlegenheit, diese von uns hinzu gedichteten, uns beflügelnden Fantasien ob seiner Alltagstauglichkeit unter Beweis stellen zu müssen.

 

Und das ist auch gut so. Kritisch wird die Situation, wenn die ersten Witze in Richtung „ ich kann ja auch über Nacht bleiben, wer weiß, wann Du Dir den nächsten Virus fängst“ fallen.

HARHAR.

 Hier ist Vorsicht angesagt, denn hier beginnt die perfide Wandlung des allzeit bereiten Superadmins zum Beschneider aller UserINNEN-Glückseligkeit. Plötzlich will er nicht nur ne Tasse Kaffee sondern drei Mahlzeiten am Tag und abends ein Bierchen, saubere Socken und gebügelte Hemden. Schwuppdiwupp sind seine Arbeitstage sooooo anstrengend, dass er abends wirklich nicht mehr den Nerv hat „ Hier auch noch vor der Kiste zu Hängen“ …Hallooooo?

 

Dass der Fernseher ebenfalls Kistenformat hat, ist ihm scheinbar bis dato entgangen oder wie?

 

Und wenn man dann abends nett was chatten, surfen oder einfach nur mit bester Freundin stundenlang quatschen will schleicht er entweder nach dem Motto „bespaß mich“ um einen herum, so dass selbst der kaltschnäutzigsten UserIn die Nerven fehlen (wer wird schon gerne vom eigenen Mitbewohner wie von einem Rudel Hungriger Riffhaie umrundet?), sich gemütlich im I-Net zu entspannen, oder er quakt ständig dazwischen:

 

 „ Oh Schatzi guck mal, das ist doch ein Beitrag für Dich“

 

…nee iss klar. Ich war schon immer brennend an den Trainerproblemen von Werder Bremen interessiert. Dem Schatzi-Appell folgt dann meist ein „ Und wennde kommst, bringma Bier mit“.

 

Mädels, lasst es Euch gesagt sein: Wenn ihr eine erfüllte Beziehung  zu Eurem persönlichen Rundum-Sorglos-Admin UND Eure Freiheit als UserInnen behalten wollt: Lasst die Jungs nie zum Frühstück bleiben.

 

In diesem Sinne: Beatus ille, qui procul negotiis.

 

Eure Glitzerdrachin

Neulich im Supermarkt oder: Der subjektive Quantensprung

Nein, bei mir ist es anders. War es schon immer. Leider war das aber nicht immer ein gutes Zeichen, dass bei mir die Dinge anders laufen als bei anderen Frauen. So zu Beispiel die Sache mit dem Quantensprung. Woran merken meine Geschlechtsgenossinen, dass wieder irgendein Paradigmenwechsel im Raum-Zeit-Kontinuum stattgefunden hat?  Entweder weist sie ihr schwuler Friseur, nennen wir ihn Paul, darauf hin. Etwa in dem Tenor: „Liebelein, Du weißt aber schon, dass schokobraun das neue blauschwarz ist gell? Und wenn ich Dir die neue Anti-Aging-Haarkur ausgespült habe, dann machen wir noch was mit Deinem Make-Up, ja? Weil: Pure-Look war gestern, heute ist Diva!“

 

Das passiert mir jetzt eher selten. Erstens ist mein Friseur weder ein Paul noch schwul. Er ist seit zehn Jahren verheiratet und hat dementsprechend einen guten Instinkt für Tarnkappenzicken wie ich es eine bin und hütet sich ergo, sich durch noch so subtile Kritik irgendwelchen Kauleistensanierungsmaßnahmen auszusetzen- die meisten zahnärztlichen Leistungen überschreiten ganz einfach die Verdienstmöglicheiten von angestellten Friseumeistern. Mein Paul heißt Günther, und nachdem ich ihm weiland unter bedrohlichem Augenbrauenhochgeziehe vermittelt hatte, dass ich erstens überzeugte Kunstblondine und zweitens gar nicht scharf auf seinen (Schmink!!-)Pinsel in meinem Gesicht sei, sind wir die besten Freunde. Natürlich hält er mich über die neuesten Trends auf dem Laufenden, natürlich nicht, ohne mir am Ende dieser „Pinkfarbenes Lipgloss kann natürlich nicht jede tragen aber diesen Sommer ist das echt DER Renner, gerade zu lichtblonden Extensions”-Monologe (hier erfolgt dann meist ein bedauernder Blick auf meinen kurz geschorenen Blondschopf Marke Eigenbau, den ich etwa alle vier Monate zwecks Korrektur diverser Scherenentgleisungen meinerseits in Günthers vertrauenswürdige Hände gebe) zu versichern „ Aber Du hast ja sowieso Deinen ganz individuellen Stil, da brauchst Du Dir keine Gedanken drüber zu machen“ Ich knurre dann meistens nur unterdrückt, bin ich mir ja durchaus bewusst, dass eine solche Äußerung gar nicht so sehr auf meinen treffsicheren Geschmack abzielt sondern eher auf meine fast schon faschistische Neigung, immer genau ENTGEGEN den neuestens Trends herum zu laufen.

 

Das ist aber wirklich eher Zufall und ich frage mich mittlerweile, ob sich da mein RAF-Alter- Ego aus dem Unterbewusstsein an die Oberfläche pellt- und wie lange es dauern wird, bis ich die einschlägigen Mittelchen gegen derlei Schizophrenie verschrieben oder einen längeren stationären Aufenthalt empfohlen bekomme.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich erkenne also nicht am Vorbeischreiten sämtlicher Couture-Trends, dass sich die Zeiten ändern. Auch in anderen Lebensbereichen leiste ich mir eine derart ausgeprägte Ignoranz, dass ich die klitzekleinen Schritte bis hin zur großen Innovation, die das allgemeine Alltagsleben so schnell und vergänglich machen gar nicht mit bekomme, ich mich noch in steinzeitlicher Unverdorbenheit aale und urplötzlich kommt der Quantensprung in Form der Erkenntnis, dass es Instant-Couscous gibt.

 

Kein Vorwaschen, Nachgaren und Wiedererwärmen. NEIN! Krümmel in ne Schüssel, heißes Wasser drüber und fertisch! Mir als notorischem Zeitjäger kommen derlei fleißige Hausarbeitserleichterungen dann immer wie ein Durchbruch in der Entwicklung der Menschheitsgeschichte vor: Weg vom entnervten stundenlangen Rumgekoche für ein Date an dessen Ende dann hoffentlich wenigstens der Kaffe gut war, hin zum entspannten Instant-Exotic-Menü, dass den Lover zu Liebestantra-Marathonleistungen anspornt, ohne dass es mich in der Vorbereitung mehr als ein müdes Arschrunzeln gekostet hätte.

Passiert mir also solch eine den Weltfrieden in erreichbare Nähe bringende Entdeckung, kann ich mich meinem Temperament geschuldet dann auch kaum lassen vor Freude, hüpfe begeistert vor dem Supermarktregal auf und ab- in der Hand je eine Tüte Instant-Couscous und Instant-Mousse-au-Chocolat- und werde glatt von sonem Pseudo-Gourmetschnösel darauf hin gewiesen, dass das zwar ne enorme Arbeitserleichterung, geschmacklich und esskulturtechnisch aber voll daneben sei. Und bevor ich ihn dann darauf hinweisen kann, dass das Ziel meiner seltenen abendlichen Kochexerzitien keineswegs ein wohlig-satter Mann, sondern ein gnadenlos langer und schmutziger F*** ist (- und sollte das umgekehrt gelten, dann sind die zu Bewirtenden sich auch sicher, dass ich alles im Schweiße meines Angesichts selbst gejagt, gepflückt, gehackt, gerieben, mariniert, püriert, verziert und auf dem Tisch arrangiert habe, weil sie es mir Wert sind- was man bei einem potentiellen Liebhaber in den seltensten Fällen schon beim ersten gemeinsamen Abendessen in heimeliger Zweisamkeit weiß), zieht dieser Alles-Kochschlampen-ausser-Mutti-Klugscheißer auch schon in Richtung Feinkostabteilung ab, um sich Flusskrebsfleisch für seine Consommé zu besorgen- AUS DER DOSE!!!!!

 

Und wenn mir nicht so ein kleingeistiger Dickbauch die Freude an meinem privaten 1492 versaut, dann ist es garantiert so ein hochbegabter Erbgutträger mit Nickelbrille und Schlaghosen ( ich mein, wie viel Seventies-Style können die Post-Yuppie-Style-Modekrücken unserer Generation denn wirklich tragen, ohne auszusehen wie Goofy auf Extasy, hä? Wo sind denn die Koteletten, die bis zum Kinngrübchen wachsen, wo die Haare auf der Brust und wo die steroidmäßigen Hulkoberschenkel, die derlei Bekleidung einfach erfordert, um nicht sofort Brechreiz auszulösen???).

 

Der guckt mich dann mitleidig an, bzw. in 90% der Fälle aufgrund meines beachtlichen Stockmaßes an mir hoch und weist mich freundlich-intellektuell zwinkernd darauf hin, dass es das aber schon mal mindestens seit 10 Jahren gibt- und ich sollte unbedingt die Instant-Tandoori-Chicken-Chutney-Haumichblau-paste dazu servieren. Ja gut, okay, vielleicht hat er ne kluge Mutti und sich Tips von der geholt. Dann ist er erstens lernfähig und zweitens Träger des Mutti-Söhnchenabzeichens.

Oder er hat ne küchentechnisch versierte Freundin und mich demzufolge weder freundlich anzulächeln, noch sich bei dieser Gelegenheit mit meinen Zwillingen zu unterhalten, der olle Lustmolch.

Oder er ist selber durch Sachzwänge in Form von Kindern küchenversiert geworden, die er als allein erziehender Emanzipationsfetischist in die entsprechenden Erfahrungswerte umgemünzt und die unschuldigen Hascherln zu Versuchskaninchen seiner „Papa-kocht-euch-was-Monstershow“ gemacht hat- und damit per se uninteressant.

 

Der steht also vor mir, versaut mir die Lust am Objekt. Folge: Unbotmäßiger Zorn der sich darin äußert, dass ich mich zu voller Körperlänge aufbaue, den Quantensprung Quantensprung sein lasse, den Couscous zurück ins Regal schmettere und laut vernehmlich darauf hinweise, dass es nix, aber auch gar nix Besseres als das hand gemörsterte Couscous meiner ( nicht vorhandenen, aber wen  kümmerts?) arabischen Schwiegermutter gebe, zur Kasse stiefle- und beim Verlassen des Supermarkts schon mal vom Mobile aus Tom, Dieter oder Harry anrufe und mitteile, dass wir heute Abend dann doch gerne zum Italiener essen gehen könnten.

 

Ich bin dann immer noch meilenweit von gutem Sex entfernt, mich trennen Lichtjahre vom Weltfrieden und ne Pizza Veggetaria alla Antonio ist ungefähr so weit von nem Quantensprung entfernt wie ich davon, den Pulitzer-Preis mit meinen Lästereien zu gewinnen. Was aber die innere Teilchenphysik betrifft: Die stimmt wieder, nachdem ich meine Duftmarke gesetzt habe.

 

In diesem Sinne: Man muß keinen Instant-Couscous haben, um glücklich zu sein- es reicht schon wenn man weiß, dass es möglich ist*zwinker*

In diesem Sinne:  O quae mutatio rerum

 

Eure Glitzerdrachin

Neulich an der Tanke oder: Blut und Spiele

 

 

 

Seit acht Jahren wohne ich nun fußläufig zu einer Tanke. MEINER Tanke. Derlei Bedürfnisanstalten der besonderen Art haben einen hohen Identifikationsfaktor.

 

Nicht nur, dass ich in 10 Minuten zu Fuß in der Innenstadt, bei Aldi, Plus und Konsorten bin, nein, ich habe auch den Kippendealer und Toilettenprovider für Nach-Ladenschluß-Notfälle in unmittelbarer Nähe. Bei einem Stadtmenschen wie mir bedeutet in unmittelbarer Nähe: Umme Ecke.

 

Wahrscheinlich ist gerade die Tanke ursächlich dafür, dass in den letzten acht Jahren entgegen meiner bis da dahin gelebten Gewohnheit, mindestens alle zwei Jahre umzuziehen, nun dauerhaft sesshaft geworden bin. Die Infrastruktur hier im Bonner Süden ist einfach unvergleichlich. Nicht nur, dass sämtlich kulinarischen und alkoholausschänkenden, raucherclubgründenden ( SIC!) Höhepunkte der Bonner Gastro-Szene stets entweder mit ÖPNV, per Rad oder auch zu Fuß innerhalb von Minütchen zu erreichen sind (und umgekehrt ein angeheiterter Heimweg nicht gleich in horrenden Taxikosten gipfeln würde, würde ich denn saufen wie ein Loch)- nein! Alle zwei Straßen beginnt ein anderer Ortsteil mit eigener Einkaufsmeile inklusive Discounter in orange/blau, /blau/weiß oder gelb/rot, Öko-Freßtempel, Ernstings Family, Teeladen und Friseur. Wenn das mal nicht das Schlaraffenland für jemanden wie mich ist, der grundsätzlich beim Einkaufen immer was vergisst (weil mir gerade eben einfällt, wie ich nun die Haare geschnitten haben will, bevor ich in den Ökoladen latsche weil ich spontan noch frisch geschroteten Grünkern für meine Tofubratlinge brauche) oder eben um 12 Uhr Mitternacht Lust auf einen Riesenbecher Ben&Jerry’s hat- nur dass dieser in meinem Haushalt selten bevorratet in der Tiefkühltruhe schlummert. Alle täglichen und nächtlichen Begierden einer durchschnittlich Konsumversessenen werden hier aufs Feinste befriedigt- und für die Tage, an denen es etwas Besonderes sein soll steht ja noch der Fußmarsch in einer der Shopping-Freuden-Meilen in Bonn oder Bad Godesberg in Aussicht. So verlacht Bonn zu seiner Zeit als Provisorium war: Ich finds geil, dass hier wirklich alle Wege einfach nur kurz sind.

 

Und der zu besagter Tanke ist am allerkürzesten. Nun war es also gestern seit längerer Zeit mal wieder soweit: Keine Schoki mehr im Haus und nach 22 Uhr, will sagen: Selbst der ultra-progressive Rewe in Kessenich hatte nun zu. Also Moppencheck und ab umme Ecke. Doch was muss mein schon freudiger Erwartung eines „Phish Food“-lastigen Leseabends gerötetes Auge erkennen, als ich besagte Stammtanke betrete: Kein Ben&Jerry’s mehr im Angebot. Unglaublich. Nicht nur, dass die liebenswerte Schmuddeltanke zu einem stylischen Esso Snack’n Shop mutiert ist, aufgeräumt, Flutlichtdurchleuchtet und äußerst übersichtlich, was die Süßwarenauswahl betrifft ( früher hast Du hier alles von Curly-Wurly bis Zwieblis gefunden, fein voll gestopfte Warenregale mit allem, was der Fett-Kohlehydrat-Junkie nach Ladenschluss so brauchen kann und jetzt steht da ein einsames Regal voll mit vier Sorten von Bonns bekanntestem Gummizeug-Hersteller neben einer mageren Auswahl an Knabberartikeln), nee die haben auch noch DEN Renner schlechthin aus dem Sortiment entfernt- und zwar endgültig.

Meine enttäuschte Miene quittiert der sichtlich genervte Pächter ( die Tanke ist- nee: war  im gesamten Viertel als Ben&Jerry’s- Dealer bekannt und beliebt und ich bin ungefähr die dreitrilliardenste Kundin, die sich mit einem knappen „Scheiße“ zu dieser Neuerung äußert) mit seinen ganz persönlichen Ansichten zum Thema Franchise, Schlipsträgern mit ohne Ahnung von Tankstellenstammkundenbedürfnissen und mehreren Stoßseufzern weil „ Seit die Amis den Laden übernommen haben, dürfen wir hier drinnen noch nicht mal mehr rauchen“. Achwas. Mich bekümmert vielmehr die Frage: Wie bekomme ich nun fürderhin meinen Zuckerspiegel adäquat gehalten, wenn der heimische Kühlschrank mal wieder termitenmäßig leergefressen und nur noch Heimstatt von toten, aus dem Maul blutenden Mäusen ist? Während ich so meinen niedertriebigen Gedanken nachhänge und auch schon einer Abwanderung zur etwas weiter entfernte Konkurrenz nicht mehr so total abgeneigt bin ( war diese Tanke doch schon seit langem geschluckt und ihr Warensortimentadjustiert worden, wobei hier wenigstens die Ersatzdroge in Form von Hagen Dasz als essentieller Bestandteil des Eisangebotes erhalten blieb) findet mein vom Schicksal gebeuteltes Gegenüber nun  gleich ein Neues Thema (Klar, bei dem Scheiß-Sortiment beleiben die Kunden zum Quatschen aus, da muss man jede Chance nutzen):Apropos Schlipsträger, das wären ja sowieso alles Verbrecher und da könne man ja froh sein, wenn die einem nur die Eisbecher ausm Sortiment klauten, andere würden ja gleich ganze Profi-Rad-Teams vergiften ohne sich Gedanken zu machen, die weiter gingen als bis zur nächsten Dopingkontrolle.

Der geneigte Leser mag nun verständnislos die Stirn runzeln, mir ist dieser Themensprung jedoch als in Bonn lebende bekennende Radsportfanatikerin absolut eingängig :

 

Die Rede ist von den Doping-Skandalen bei der Tour der France. Ganz Bonn war zu Zeiten der Radrennfahrer im Zeichen des magentafarbenen T besessen von der Frage „hat „Ulle“ oder hat er nicht?“- und die Rede war nicht in erster Linie auf seinen legendären Puddingteilchenkonsum gerichtet. Und wenn „Ulle“ hätte, dann ja wohl nur deswegen, weil die bösen, bösen schlipstragenden magenta-Männchen Sponsorendruck aufgebaut hätten weil iss klar: Bei seinem Talent hat der „Ulle“ das eigentlich nicht nötig gehabt und der Armstrong aka „dieses testogelgedopte Arschloch“ hätte ohne seinen pharmazeutischen Trainingsplan eh keine Schnitte gegen „uns Ulle“ gehabt. Nur wollten dass die bösen, schlipstragenden magenta-Männchen mit ohne Ahnung von gar nix nicht einsehen und trieben den armen Mann in die Fänge des weniger schlipstragenden, dafür sonnenbebrillten Dr.F. aus Espana. Und in eine mentale Krise, die ihn letzten Endes die Integrität und die Karriere kosteten.

Wie gesagt, das Thema ist für mich in diesem Zusammenhang und in seiner Adressiertheit an mich völlig plausibel. Es stellen sich mir, als bekennender Radsportfanatikerin mit einem Hang zur Relativierung von sportlichen Erfolgen nur diverse Fragen, die ich aber in meiner Eile, meine Ex-Stammtanke möglichst zeitnah in Richtung eines wohlsortierten Süßwarendealers zu verlassen, um doch noch in den Genuss eines eislöffelnden Bücherabends vor heimischer Kulisse zu gelangen nicht laut ausspreche.

 

1.      Warum riskieren die Radsportler, von denen zwei Drittel mal gerade soviel verdienen wie ein mittlerer Sparkassenangestellter Ihre Gesundheit, um das Mörder-Niveau der Tour mitmachen zu können? Jeder, der die Strecken ZU ENDE fährt, ist schon ein Held. Die allgemein anerkannte Antwort ist: Du musst aufs Treppchen, sonst zickt der Sponsor. Blödsinn. Aufs Treppchen kämen die besten Fahrer auch dann, wenn das Durchschnittsniveau niedriger wäre. Sowohl was das Streckenprofil als auch die durchschnittliche Geschwindigkeit betrifft weil: Einer  muss ja nun mal als erster ins Ziel. Den Spopnsor interessiert nur, DASS du auf dem Treppchen stehst.Oder DASS Du die Bergwertung hast.

2.      Wer gibt dieses Niveau vor? Allgemein anerkannte Antwort hier: Das Publikum, weil es immer neue Rekorde will. Mumpitz, jeder, der sich dem Radsport so leidenschaftlich verschreibt, dass er drei Wochen lang im Campingwagen dem Peloton folgt oder sich drei Wochen lang nachmittags den teilweise hirntötenden Kommentatoren der Fernsehsender aussetzt weiß: Die Tortur an sich  zu bewundern reicht schon aus, da müssen keine weiteren Rekorde her. Diese Rekordgeilheit fußt lediglich auf den Profilneurosen von Tourveranstaltern mit zu kleinem Pipimann,die es nicht ertragen können, dass andere Männer einfach dafür bewundert werden, dass sie ins Ziel kommen. Die müssen unter Blut, Schweiß und Tränen ankommen und wie weiland die Galdiatoren im Circus Maximus am Ende aller menschlichen Kraft das Urteil erwarten. Nur erfolgt dies in den zivilisierten Gegenden Europas mittlerweile nicht mehr nach den Regeln des  „Daumen-rauf-oder-runter“ Spielchens. Nein, hier wird nur zum Sieger, wer sich köperlich bis an die Grenzen des biologisch Machbaren verausgabt hat und auch bereit ist, darüber hinaus zu gehen. Stell Dir vor es ist Tour, und keiner fährt mit.

 

Und hier erfolgt nun die Schleife zurück zu Frage 1.

Insofern bliebe dann nur  noch die Erkenntnis: Es gibt hier keine Opfer und keine Täter. Alle mischen mit.

 

Die Athleten sind bereit, für den Ruhm von der Dauer einer Siegerehrung alles, aber auch alles an geistiger und körperlicher Unversehrtheit aufzugeben.

 

Die Ärzte wollen einfach nur sehen, was geht und dabei Geld verdienen.

 

Die Veranstalter wollen Geld verdienen und dafür gelobt werden, dass sie in der Lage sind, sich subtile Foltermethoden in Form von fast nicht zu bewältigenden sportlichen Herausforderungen auszudenken, weil sie sonst keinen mehr hoch und bei der Bank keinen Kredit für ihr neues dickes Privatauto kriegen.

 

Die sportlichen Leiter wollen Geld verdienen und dafür gelobt werden, dass sie in der Lage sind, die Radsporttalente nicht nur zu erkennen sondern auch fähig sind, das Maximum aus den ihnen anvertrauten Sportlern raus zu holen- und wenn es nur ein Maximum an selbstzerstörerischer Dummheit ist.

 

Das Publikum will einfach nur: Brot und Spiele. Dumm nur, dass das Brot immer teuerer wird und nur die Profisportler genug Geld zur Verfügung gestellt bekommen, um wenigstens eine gedopte Abart zu bieten: Blut und Spiele.

 

Während ich also zustimmend und verständnisvoll nickend langsam den Rückzug antrete und auf dem Weg zu meiner neuen Stammtanke bin, die zum Glück nicht so viel weiter von meiner Heimstatt entfernt ist, dass ein Umzug vonnöten wäre um den „umme Ecke“-Status aufrecht zu erhalten streicht mir nur durch den Kopf:

 

Man könnte Doping entweder dulden und so richtig Arbeitsplätze damit schaffen

(Folgebehandlung der geschädigten Athleten, Marketingkonzepte für die Dopingmittel müssten her, Statistiker müssten die Dopingerfolge auswerten, Fachärzte für pharmazeutische Trainingspläne  müssten ausgebildet werden undsoweiterundsofort)- oder man könnte den Kampf aufnehmen. Gegen Korruption und Klüngel, gegen alte Seilschaften, gegen überzogenen sportlichen Ehrgeiz. Mit wirklich unabhängigen Kommissionen, lückenlosen Gesetzen und geschulten Ermittlern, die nicht Tatvereitelung qua vorsätzlich begangenem Formfehler praktizieren können, weil sie dann selber wegen einer grob fahrlässigen Handlung strafbar wären. Und mit Sportlern, DIE EINFACH NICHT MITMACHEN.

 

Aber hier gilt wie überall meine Aussage des Tages: Nolle in causa est, non posse praetenditur

 

In diesem Sinne!

 

Eure glitzerdrachen