Was Frau so braucht

20. Juli 2009

September 25, 2008

Mal ehrlich:  Nicht jede hat ihn, aber jede will ihn- den Lieblingsadmin. Das ist der Typ, der sich mit allen PC-Wehweh-chen auskennt, sie analysiert, erkennt und neukalibriert.

 

Der Gott der kleinen Dinge im wahrsten Sinne des Wortes. Der Bits und Bytes. Frau Lästerdrachen frotzelt auch gerne: Der Gott der der Nullen…und Einsen. Er kommt, sitzt zwei Minuten vor der Kiste, grunzt männlich-dominant-einsilbig nach nem Kaffee und innerhalb einer Viertelstunde ist die CPU-Auslastung wieder da, wo wir sie haben wollen, funzt das I-net und und die DSL-Telefonie als sei nie was gewesen.

 

Und das Beste an der Sache: Entweder, er macht dann noch hervorragenden Dankeschön-Sex von dem beide was haben trollt sich dann wieder in SEINE Wohnhöhle vor SEINE Kiste und lässt uns glückselig neue Spitzzüngigkeiten von europäischer Tragweite in unsere Web-Blogs tipseln, den Singel-Chat für intellektuell und sexuell aktive Thirty-somewhats genießen oder einfach nur die Bilder von der letzten Weibertour nach Ibiza pC-technisch verromantisieren.

Oder er macht keinen Sex, repariert aber- wo er schon mal da ist- auch gleich den kaputten Radiowecker, der gestern Morgen leider Opfer eines Weitwurfversuches der morgenmuffeligen Art wurde. UND TROLLT SICH DANACH.

 

Der 24/7- Admin, dem es nie zu spät, zu kalt zu weit oder schlicht zu lästig ist, irgendwelche Trojaner, Würmer oder sonstiges Ungeziefer von der Festplatte zu klauben. Dessen Belohnungsspektrum zwischen Kaffeetasse und Nasszellensex  dümpelt. Von dem wir nicht verlangen uns zu verstehen, sondern nur unseren PC. Der deshalb glücklich und bescheiden bleibt, pflegeleicht geht und immer wieder gerne kommt ( in more than one way). Den wir aufgrund seiner Nichtexistenz als Alltags-Couchanwärmer idealisieren, dem wir quasi magische Fähigkeiten andichten können. Er kommt ja nie in die Verlegenheit, diese von uns hinzu gedichteten, uns beflügelnden Fantasien ob seiner Alltagstauglichkeit unter Beweis stellen zu müssen.

 

Und das ist auch gut so. Kritisch wird die Situation, wenn die ersten Witze in Richtung „ ich kann ja auch über Nacht bleiben, wer weiß, wann Du Dir den nächsten Virus fängst“ fallen.

HARHAR.

 Hier ist Vorsicht angesagt, denn hier beginnt die perfide Wandlung des allzeit bereiten Superadmins zum Beschneider aller UserINNEN-Glückseligkeit. Plötzlich will er nicht nur ne Tasse Kaffee sondern drei Mahlzeiten am Tag und abends ein Bierchen, saubere Socken und gebügelte Hemden. Schwuppdiwupp sind seine Arbeitstage sooooo anstrengend, dass er abends wirklich nicht mehr den Nerv hat „ Hier auch noch vor der Kiste zu Hängen“ …Hallooooo?

 

Dass der Fernseher ebenfalls Kistenformat hat, ist ihm scheinbar bis dato entgangen oder wie?

 

Und wenn man dann abends nett was chatten, surfen oder einfach nur mit bester Freundin stundenlang quatschen will schleicht er entweder nach dem Motto „bespaß mich“ um einen herum, so dass selbst der kaltschnäutzigsten UserIn die Nerven fehlen (wer wird schon gerne vom eigenen Mitbewohner wie von einem Rudel Hungriger Riffhaie umrundet?), sich gemütlich im I-Net zu entspannen, oder er quakt ständig dazwischen:

 

 „ Oh Schatzi guck mal, das ist doch ein Beitrag für Dich“

 

…nee iss klar. Ich war schon immer brennend an den Trainerproblemen von Werder Bremen interessiert. Dem Schatzi-Appell folgt dann meist ein „ Und wennde kommst, bringma Bier mit“.

 

Mädels, lasst es Euch gesagt sein: Wenn ihr eine erfüllte Beziehung  zu Eurem persönlichen Rundum-Sorglos-Admin UND Eure Freiheit als UserInnen behalten wollt: Lasst die Jungs nie zum Frühstück bleiben.

 

In diesem Sinne: Beatus ille, qui procul negotiis.

 

Eure Glitzerdrachin

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